Kiss me on the mouth and set me free
#5


Kiss me on the mouth and set me free
   Nathaniel   Alexander
am 20.06.2022


„Einen Strawberry Daiquiri, bitte“, orderte Nathaniel nach einem kurzen Blick in die Karte. Der Barkeeper sah prüfend zu Nathaniel, sein Blick scannte den schlanken Körper und das junge Gesicht ab. Die Frage nach dem Ausweis schien ihm regelrecht ins Gesicht geschrieben zu stehen. Er sah zu Alexander und entschied sich dann doch gegen diese Frage. „Kommt sofort.“ Tatsächlich stand kurze Zeit später ein blassrosafarbener Cocktail vor ihm. Es hatte wirklich Vorteile mit Alexander unterwegs zu sein.
Er lauschte den Worten des Anderen und obwohl er ihm gesagt hatte, dass er genau das nicht musste, stieg seine Nervosität noch ein wenig. „Ich... möchte, dass es passiert.“ Da das die halbe Wahrheit war, war es keine Lüge. Auf jeden Fall wollte er, dass er wollte, dass es passierte. Nur hatte er nun mal auch Angst, denn er war sich sehr sicher, dass er Schmerzen dabei haben würde und davon hatte er in seinem Leben eigentlich schon genug gehabt. Verblasste Narben an seinem Rücken konnten davon ganze Lieder singen. Aber diese Angst würde er immer haben. Ganz gleich, ob sie es heute tun würden oder in einem Monat oder einem Jahr. Und wenn es weh tat, dann würde es auch an einem anderen Tag weh tun.

Dann lächelte er aber tatsächlich so offen, dass das Lächeln sogar durch ein Funkeln in seinen Augen ankam. „Ja, hab ich. Sie sind gerade in so einer sehr rauen Gegend. Wie.. Slums. Alles ist schmutzig und die Leute haben kaum was. Wenig geld, wenig Essen, kaum Schutz... verstehst du? Und auf jeden Fall sind das Mädchen, um das es geht und ihr Freund gerade in einem Haus, das ist irgendwie magisch und einfach bewuchert von roten Rosen. Die riechen auch so gut, dass man den Gestand der Straßen kaum wahrnimmt. Aber sie sind halt verzaubert und gehören wem der.. keine Ahnung, ich glaube, er ist 'n bisschen böse und wenn er nicht zufrieden mit den Beiden ist, kann er bestimmt machen, dass die Rosen sie angreifen..? Denk ich zumindest. Aber so weit bin ich noch nicht...“, erzählte er dann und sah ihn dabei unentwegt an. „Danke für das Hörbuch. Es ist echt spannend.“ Wie automatisch legte seine Hand sich auf den Unterarm des Anderen. „War deine Woche sehr anstrengend?“
Immerhin arbeitete Alex wirklich viel und hatte da mit Sicherheit häufig Stress. Seine Eltern hätten darüber gelacht. Leute, die nicht körperlich arbeiteten, arbeiteten in ihren Augen nicht wirklich. Aber Nathaniel? Der war viel zu gut für die Welt um derartige Vorurteile zu haben.
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RE: Kiss me on the mouth and set me free - von Nathaniel - 24.06.2023, 20:45



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