29.06.2023, 20:17
Kiss me on the mouth and set me free
Er wusste nicht, warum er Hemmungen hatte hier so offen und freigelassen zu stöhnen und sich gehen zu lassen wie bei sich zuhause vor der Kamera. Vielleicht weil er zuhause letztlich doch in einem geschützten Raum und allein für sich war, auch wenn ihm ein Haufen lüsterner Männer dabei zusah, wie er sich einen runterholte oder frivol an seinen Fingern leckte und lutschte, als seien sie etwas ganz anderes. Alternativ auch an einem Eis am Stiel oder einem Lutscher. Und auch wenn er die aufkommenden Kommentare und meist gar und gar unanständigen Fragen beantwortete oder auch manchmal kleine Aufgaben erfüllte oder Befehlen nachkam, so konnte doch niemand einfach zu ihm kommen und ihn berühren. Aber jetzt? Jetzt saß er auf dem Schoß eines Mannes, der so viel mehr Selbstbewusstsein ausstrahlte, als er wohl je haben würde und dieser Mann war sexy und eindrucksvoll, aber auf eine gewisse Weise auch einschüchternd. Und nicht zuletzt wollte Nathaniel ihm gefallen, wollte ein guter Junge für ihn sein, ihn zufriedenstellen und ja: Letztendlich auch ihn befriedigen. Eine ganz schöne Herausforderung, wenn das alles für einen zeitgleich noch so verdammt neu war. Ein Anfang war aber auf jeden Fall dem Wunsch des Älteren nachzukommen und sich bei seinem Stöhnen und Wimmern nicht mehr zurückzunehmen. Auch wenn einige der Geräusche letztlich doch in einem hungrigen und gierigen Kuss erstickt wurden.
Und dann kam er schließlich, ergoss sich vor allem auf der Hand des Anderen, während dieser ihm diese wundervoll klingenden Worte entgegenbrachte und ihm damit noch ein wenig mehr den Verstand raubte. Er hatte sich kaum richtig von seinem Höhepunkt erholt, als er die Zunge des Anderen erst an seinem Hals spürte und dann salzig in seinem Mund schmeckte. Er erwiderte den Kuss leidenschaftlich, während seine Hände sich in das Hemd krallten.
Als sie sich schließlich gelöst hatte, legte er seine Stirn an die seines Gegenübers. „Danke, Daddy.“ Er war immerhin ein artiger Junge und wusste, wann man sich zu bedanken hatte. Noch immer atmete er etwas schwerer als normal, lächelte dann aber fast schon sanft. Eine Hand löste sich vom Hemd, streichelte sanft durch das Haar. „Kann ich dir auch einen Gefallen tun, Daddy...?“ Der Ton so unschuldig wie sein Blick. Das konnte er, damit lockte er Scharen vor den Bildschirm. Aber die Gedanken? Alles andere als unschuldig.

