Kiss of Freedom and Trust
#1


Kiss of Freedom and Trust
   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Die Faust mit einem Schlagring bestückt flog auf das schon zermarterte Gesicht eines älteren, fetten Mannes, wo man eher ihn mit einem Mastschwein verglich als alles andere. Der Schmerzensschrei war laut und deutlich zu vernehmen und das grelle Licht blendete ihn zu arg, dass dieser nicht sehen konnte, wer ihn eigentlich in dieses Loch gesteckt hatte.
"Das genügt..." Sprach eine dunkle verzerrte Stimme in der tiefen Finsternis dieses kalten und nassen Raums.
"Sie fragen sich sicherlich, weshalb ausgerechnet Sie hier her gebracht wurden. Weshalb Sie nicht bei Ihrer Frau und Kinder sind. Fragen, die ich durchaus verstehen kann, weil Sie nichts verbrochen haben, was zu einem solch speziellen Anlass führen würde." Die Gestalt, die diese arme Wurst so zugerichtet hatte wich zur Seite und es trat ein Mann mit einer Pestdoktorenmaske auf, der mit einen schnittigen Anzug und Krawatte und schwarzen Handschuhen ausgestattet war.
"Ich... Ich habe nichts verbrochen... was das rechtfertigen würde..." Grunste dieses Schwein und spuckte ihn vor die Füße. Der Mann mit der Maske lachte in seiner verzerrten Stimme.
"Dann werde ich Ihr Gedächtnis ein wenig auffrischen... Ihr Name ist Eric Vanderson, der in einer dunklen Reinblutfamilie aufgewachsen war... blindwütiger Fanatiker Voldemorts-."
"-Erwähnen Sie nicht..." Wieder bekam er eine so hart verpasst dass Zähne herausflogen.
"Sie haben sich soeben schon verraten... wie bedauerlich... bringe mir bitte die Waffe..." Der Schläger verschwand in der Dunkelheit und er lockerte seine Krawatte.
"Was... Was haben Sie vor?" Der maskierte Schläger kam wieder und es war eine P-Walter, eine Muggelwaffe und ohne zu zögern schoss er diesen ins Knie. Der Todesser schrie vor Schmerzen auf, wobei der Schläger ihn am Haar packte und ihn das Veritaserum einflößte.
"Schön Schlucken... du Stück Scheiße..." Knurrte er den Jammerlappen an und der Boss stand gelassen da.
"Sie werden mir jetzt verraten wie ich in das Bordell rote Mondfee hineinkomme."
"M-Mit... meiner Münze... Sie müssen... aber reich sein um die Mädchen... überhauüt bezahlen zu können." Der Schläger ließ ihn los, der Anführer trat an ihn heran und hielt den Lauf seiner Waffe zwischen seine Augen.
"Das... wird das geringste Problem sein..." Die Kugel verließ die Waffe und wie ein Blitz durchschlug sie den Schädel, Hirnmasse spritzte bei der Austrittswunde in die Dunkelheit. Dann wurde der getötete Mann untersucht und man fand schließlich die Münze.
"Siehst du wie raffiniert sie sind?"
"Ja Boss..."
"Verbrenne die Leiche und vernichte sämtliche Spuren, achte bitte darauf keine dunkle Magie einzusetzen... ansonsten mache es wie die Nichtmagier und zünde ihn mit Benzin an." Wies sein Chef freundlich an und verschwand selbst in der Dunkelheit...
... Es hatte alles seinen Sinn dieses Bordell heimzusuchen, durch seine Informanten und einigen gefangenen Todessern konnte Fenris sich ein theoretisches Bild von diesen Etablissement machen... und wenn man sich dabei vorstellte dass Fenris ein brutaler grausamer Mörder wäre, der mithilfe von Muggelwaffen die davongekommenen Verbrecher richtete - irrte sich gewaltig. "Das Phantom" hatte keinerlei solch Anmut, solch grausamkeit - zumindest in der Realität nicht. Er war mitte 1,78m groß, verwuscheltes Haar, einen abgetragenen Anzug und Umhang, gestutzten Vollbart und eine dicke Brille auf seiner Nase. Fenris trat als bescheidener Professor auf, denn in seinem wirklichen Leben war er es auch - ein Professor für "Magisches Recht" und "Magischer Geschichte". Eine Facette, die noch zwei weitere verbarg. Und seien wir mal ehrlich, niemand würde mit so einen Mann rechnen, der der Anführer einer sich noch aufbauenden Organisation war, welcher sich das Ziel gesetzt hatte Verbrecher des 2. Zaubererkriegs zu jagen, zu foltern und zu töten. Dabei sollte man auch bedenken, dass die größte Schmach Voldemorts Fanatiker doch war, sie wie räudige Köter mit Muggelwaffen zu töten...


Etwas nervös war Fenris schon, denn er hatte noch nie ein Bordell betreten und hatte auch keinerlei Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht. Dies nutzte er zu seinem Gunsten einfach aus, natürlich neben den Batzen an Galeonen was er zur Verfügung hatte. Er wurde hinein gelassen, gab sein Zauberstab und Umhang ab und bezahlte mit einen dicken Galeonenbeutel im Voraus. Die Brille beschlug sich, er musste sie abnehmen und mit einem Taschentuch säubern. Lästig war es schon, denn das brachte ihn aus dem Konzept. Fenris war in Wirklichkeit bescheiden trottelig und etwas tollpatschig... ja das geschah ihm am ersten Tag direkt und stolperte über einem Teppich, warf einen Stuhl um und lag kurz auf seinem Knie.
"Uff... Verzeihung... die Brille..." Gab er bescheiden kleinlaut von sich und rückte den Stuhl wie auch seine Brille gerade... Fenris hob den Blick und es war, als würde ihn der Schlag treffen... im positiven Sinne wohlgemerkt. Das Herz klopfte in seiner Brust, die Wangen vollkommen vor Scham gerötet und atmete tief durch, bis er den Mut am Schopfe griff und diese schöne Frau, die ihn an diesem Abend wohlmerklich verzauberte, ansprach...

... Seither waren zwei Tage vergangen. Er hatte es genossen sie kennen zu lernen und sich mit ihr zu unterhalten. Fenris wollte ihr und den Frauen helfen und hatte sich einige Namen gemerkt, die nach und nach von seinen Leuten ergriffen wurden, sodass auch seine Leute dieses Bordell bald hochgehen lassen würden... denn das was seine heimliche Liebe ihm offenbarte... verschlug ihn die Sprache...
Deshalb zögerte er nicht lange und machte sich etwas hübscher für sie und nicht so wie ein armer Knilch. Wie am ersten Tag zuvor zeigte er seine Münze und hatte ein Geldbeutel dabei, wobei er den riesigen Gentleman deutlich machte, mit der bestimmten Dame verkehren zu wollen.
"Sie ist nicht verfügbar." Fenris atmete tief durch, rückte seine Brille zurecht und hob noch einen zweiten Beutel heran.
"Guter Mann, ich würde mir wünschen, dass Sie die Grand Dame zu mich bitten, denn sicherlich kann ich durchaus mehr bezahlen, als jener Kunde der die Dame meines Begehrs besetzt."
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