09.09.2022, 18:59
Kiss of Freedom and Trust
Es war schon das vierte Treffen zwischen ihnen gewesen und mit jeden Treffen verfiel er ihr immer mehr... er wollte ihr heraushelfen und nicht nur ihr, auch die anderen Frauen, die gegen ihren Willen festgehalten wurden.
"Setzen wir uns doch am Feuer." Sagte er freundlich lächelnd, nahm galant sanft ihre Hand und sie setzten sich am Kaminfeuer. Gerade heute, war er durchaus nervös... denn er hatte genügend Münzen gesammelt, dass gerade die unauffälligsten (und nahezu alle Verbrecher) Freier fehlten und sich 6 seiner Leute eingeschmuggelt hatten. Sie hatten schon ihre Positionen eingenommen, die übrigen, warteten nur auf sein Zeichen, dieses Bordell zu stürmen und die Frauen zu befreien. Sie würden jeden einzelnen richten der Grand Lady eingeschlossen. Fenris wollte, dass sein perfider Plan aufging, dass er sie und die Unschuldigen retteten. Zudem durfte er seine Tarnung nicht auffliegen lassen... er war immerhin der Kopf dieser kleinen Organisation...
"Ich hoffe... dass deine vorherigen Kunden dir kein Leid zugefügt haben." Entgegnete er freundlich und holte die Büchse hervor, die eine heilende Creme beinhielt. Bei seinem dritten Besuch hatte er ihr dadurch etwas helfen können und die Wut darüber dass sie so schrecklich misshandelt wurde, ließ ihn auch kein Stück schlafen... ja seit dem dritten Besuch hatte er akribisch daran gearbeitet so schnell wie möglich einen Weg zu finden sie da raus zu holen... und es hatte seine ganze geistige Verfassung abverlangt den perfekten Ausbruch dieses goldenen Käfigs zu ermöglichen. Vor allem Iviore zuliebe... auch wenn es vielleicht verrückt vorkam, er hatte sich in sie verliebt und das vom ersten Augenblick an. Alles an ihr war schön und nicht nur die äußerlichen Dinge - denn während sie sich unterhielten, als wären sie gute Freunde oder beinah jene, die sich trafen weil sie Interesse einander hatten, war gerade Ivores Wesen so zerbrechlich und sanftmütig, dass sein Herz stetig zu schmerzen begann, wenn er fort musste. Doch heute würde alles anders sein... heute konnte er es wagen und sich in seinem Recht erlauben ihr die Freiheit zu schenken, die ihr lange verwehrt blieb. Wenn er daran dachte, wie er anfänglich war, wie ein schüchterner kleiner Junge der weder Sex noch Küsse erfahren hatte und es auch stets ablehnte, dabei betonte, dass er sie sehr schön fand und doch sich mit einer guten Unterhaltung zufrieden gab, war er heute felsenfest entschlossen sie zu retten.
"Erzähle mir doch... etwas über deine Träume... ich höre dir gerne zu, das weißt du ja inzwischen." Gab er verlegen lächelnd von sich und strich mit dem Daumen sanft über ihre Handfläche. Er würde ihr niemals wehtun, niemals ihr Gewalt antun oder irgendetwas tun, was sie nicht wollte. Ja, das sagte er auch in der ersten Nacht ihrer Begegnung, denn es war ihn wichtig, dass sie sich sicher bei ihn fühlte und das... würde er ihr auch immer garantieren. Dass er sich verliebt hatte erwähnte er nicht, dafür fand er diesen Zeitpunkt nicht passend genug und sicherlich würde sie sich nicht mit jemanden einlassen, im realen Leben selbstverständlich, der nicht männlich genug war und keinerlei Erfahrungen in Sachen Liebesbeziehungen hatte. Doch für sie würde er es tun, für sie allein würde er sein letztes Hemd hergeben. Aber sicherlich wäre das zu naiv von ihm... sicherlich hatte Ivoire schon die eine oder andere Liebesbekennung von anderen Freiern erfahren…

