09.09.2022, 19:00
Kiss of Freedom and Trust
Fenris wollte dieses schöne Geschöpf einfach nur näher kennenlernen.. wollte einfach nur hören was sie fühlte, was sie sich wünschte. Dann fragte sie, warum er es wissen wollte und er noch ahnungslos:
“Nun… ich bin lediglich neugierig…” Aber er bereute es sie gefragt zu haben.
Seine Augen wurden leicht traurig, als sie sich von ihm löste, sich erhob und er spürte, dass es eine Frage war, die ihn nicht zugestanden hätte.
“Bitte verzeih mir… ich… hätte das nicht fragen…” Doch wurde er unterbrochen und spürte wie die Stimme von Ivoire sich verhärtete und sie sich reinsteigerte. Er konnte es verstehen, denn diese Frauen, die hier festgehalten wurde, hatten alles an Dingen die sie vielleicht für ihre Arbeit geschenkt bekommen hatten. Dennoch in so vielen Jahren dieser schmutzigen und unwürdigen Knechtschaft hatten sie niemals wieder Freiheit gespürt… denn Magie war etwas künstliches, ein Hilfsmittel um das Leben zu erleichtern, aber nicht zureichend für das wahre, echte Leben. Er erhob sich, wollte sich erklären, es ihr sagen was in den nächsten Minuten geschehen würde. Doch beschimpfte sie ihn, wollte nicht zuhören.
“Ivoire ich bin in keiner Weise von diesen Männern… bitte hör mir zu…” Wollte er sie beruhigen und bemerkte dass sie nach hinten kippte und sich verletzt hätte, hätte er nicht beherzt sie vor einem Sturz bewahrt.
“Bitte höre mir zu Ivoire…” Versuchte er abermals doch wollte sie sich losreißen, stieß ihn schließlich zurück und das erste was er spürte war eine saftige Ohrfeige, wobei seine Brille wegflog und zu Boden landete. Er hörte ihren Schock auf Französisch und hatte natürlich angst vor der Konsequenz, Fenris Herz sprang in tausend teile, ging einfach wortlos und mit all seinen Mut zu ihr hin, legte sanft seine Hände auf ihre Wangen und ehe er selbst bemerkte was er tat, schenkte er seinen ersten Kuss der Dame seines Herzens. Er war so kurz und doch so schön, dass er am liebsten in Boden versinken würde. Doch blieb Fenris standhaft und löste sich von ihr mit leisen Worten und fließend in Französisch:
“Bitte vertraue mir… ich verspreche dir die Freiheit zu geben, dir ein Leben zurückzugeben…” Er ging einige Schritte zurück, nahm seine Brille und atmete tief durch. Dann ging er zur Büchse wo die Creme drin war und öffnete einen geheimen Deckel der Unterseite.
“Halte mich für verrückt, naiv oder beides… aber ich habe es mir die Aufgabe gemacht, Menschen wie dir zu helfen…” Sprach er weiter fließend französisch ohne sie anzusehen. Fenris war hochkonzentriert, denn jetzt würde es ernst sein. Er hatte sämtliche Alternativen ausgemalt… selbst wenn einer von ihnen entkommen würde, er wollte sie schützen. Deshalb atmete er tief durch, schmiss das rote Pulver ins Feuer, welches sofort eine blutrote Farbe annahm und er dann auf seine Uhr schaute.
“Wir haben eine Minute Zeit Ivoire… deshalb bitte ich dich, mir einfach zu vertrauen und fürchte dich nicht… ich werde dich in Sicherheit bringen… das schwöre ich.” Er kam zu ihr hin und reichte ihr eine unglaublich schöne Kette.
“Ich weiß… dass eure Armeifen verflucht sind… deshalb habe ich seit einer Woche für jeder von euch eine anfertigen lassen und diese mit mächtigen Schutzzauber belegt.” Er sah sie ernst an und schaute wieder auf die Uhr.
“Bitte Ivoire glaube mir… ich will dir nichts schlimmes, ich will dir die Freiheit schenken die du verdient hast… dir sämtliche Träume erfüllen…”

