Kiss of Freedom and Trust
#1


Kiss of Freedom and Trust
   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Die Faust mit einem Schlagring bestückt flog auf das schon zermarterte Gesicht eines älteren, fetten Mannes, wo man eher ihn mit einem Mastschwein verglich als alles andere. Der Schmerzensschrei war laut und deutlich zu vernehmen und das grelle Licht blendete ihn zu arg, dass dieser nicht sehen konnte, wer ihn eigentlich in dieses Loch gesteckt hatte.
"Das genügt..." Sprach eine dunkle verzerrte Stimme in der tiefen Finsternis dieses kalten und nassen Raums.
"Sie fragen sich sicherlich, weshalb ausgerechnet Sie hier her gebracht wurden. Weshalb Sie nicht bei Ihrer Frau und Kinder sind. Fragen, die ich durchaus verstehen kann, weil Sie nichts verbrochen haben, was zu einem solch speziellen Anlass führen würde." Die Gestalt, die diese arme Wurst so zugerichtet hatte wich zur Seite und es trat ein Mann mit einer Pestdoktorenmaske auf, der mit einen schnittigen Anzug und Krawatte und schwarzen Handschuhen ausgestattet war.
"Ich... Ich habe nichts verbrochen... was das rechtfertigen würde..." Grunste dieses Schwein und spuckte ihn vor die Füße. Der Mann mit der Maske lachte in seiner verzerrten Stimme.
"Dann werde ich Ihr Gedächtnis ein wenig auffrischen... Ihr Name ist Eric Vanderson, der in einer dunklen Reinblutfamilie aufgewachsen war... blindwütiger Fanatiker Voldemorts-."
"-Erwähnen Sie nicht..." Wieder bekam er eine so hart verpasst dass Zähne herausflogen.
"Sie haben sich soeben schon verraten... wie bedauerlich... bringe mir bitte die Waffe..." Der Schläger verschwand in der Dunkelheit und er lockerte seine Krawatte.
"Was... Was haben Sie vor?" Der maskierte Schläger kam wieder und es war eine P-Walter, eine Muggelwaffe und ohne zu zögern schoss er diesen ins Knie. Der Todesser schrie vor Schmerzen auf, wobei der Schläger ihn am Haar packte und ihn das Veritaserum einflößte.
"Schön Schlucken... du Stück Scheiße..." Knurrte er den Jammerlappen an und der Boss stand gelassen da.
"Sie werden mir jetzt verraten wie ich in das Bordell rote Mondfee hineinkomme."
"M-Mit... meiner Münze... Sie müssen... aber reich sein um die Mädchen... überhauüt bezahlen zu können." Der Schläger ließ ihn los, der Anführer trat an ihn heran und hielt den Lauf seiner Waffe zwischen seine Augen.
"Das... wird das geringste Problem sein..." Die Kugel verließ die Waffe und wie ein Blitz durchschlug sie den Schädel, Hirnmasse spritzte bei der Austrittswunde in die Dunkelheit. Dann wurde der getötete Mann untersucht und man fand schließlich die Münze.
"Siehst du wie raffiniert sie sind?"
"Ja Boss..."
"Verbrenne die Leiche und vernichte sämtliche Spuren, achte bitte darauf keine dunkle Magie einzusetzen... ansonsten mache es wie die Nichtmagier und zünde ihn mit Benzin an." Wies sein Chef freundlich an und verschwand selbst in der Dunkelheit...
... Es hatte alles seinen Sinn dieses Bordell heimzusuchen, durch seine Informanten und einigen gefangenen Todessern konnte Fenris sich ein theoretisches Bild von diesen Etablissement machen... und wenn man sich dabei vorstellte dass Fenris ein brutaler grausamer Mörder wäre, der mithilfe von Muggelwaffen die davongekommenen Verbrecher richtete - irrte sich gewaltig. "Das Phantom" hatte keinerlei solch Anmut, solch grausamkeit - zumindest in der Realität nicht. Er war mitte 1,78m groß, verwuscheltes Haar, einen abgetragenen Anzug und Umhang, gestutzten Vollbart und eine dicke Brille auf seiner Nase. Fenris trat als bescheidener Professor auf, denn in seinem wirklichen Leben war er es auch - ein Professor für "Magisches Recht" und "Magischer Geschichte". Eine Facette, die noch zwei weitere verbarg. Und seien wir mal ehrlich, niemand würde mit so einen Mann rechnen, der der Anführer einer sich noch aufbauenden Organisation war, welcher sich das Ziel gesetzt hatte Verbrecher des 2. Zaubererkriegs zu jagen, zu foltern und zu töten. Dabei sollte man auch bedenken, dass die größte Schmach Voldemorts Fanatiker doch war, sie wie räudige Köter mit Muggelwaffen zu töten...


Etwas nervös war Fenris schon, denn er hatte noch nie ein Bordell betreten und hatte auch keinerlei Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht. Dies nutzte er zu seinem Gunsten einfach aus, natürlich neben den Batzen an Galeonen was er zur Verfügung hatte. Er wurde hinein gelassen, gab sein Zauberstab und Umhang ab und bezahlte mit einen dicken Galeonenbeutel im Voraus. Die Brille beschlug sich, er musste sie abnehmen und mit einem Taschentuch säubern. Lästig war es schon, denn das brachte ihn aus dem Konzept. Fenris war in Wirklichkeit bescheiden trottelig und etwas tollpatschig... ja das geschah ihm am ersten Tag direkt und stolperte über einem Teppich, warf einen Stuhl um und lag kurz auf seinem Knie.
"Uff... Verzeihung... die Brille..." Gab er bescheiden kleinlaut von sich und rückte den Stuhl wie auch seine Brille gerade... Fenris hob den Blick und es war, als würde ihn der Schlag treffen... im positiven Sinne wohlgemerkt. Das Herz klopfte in seiner Brust, die Wangen vollkommen vor Scham gerötet und atmete tief durch, bis er den Mut am Schopfe griff und diese schöne Frau, die ihn an diesem Abend wohlmerklich verzauberte, ansprach...

... Seither waren zwei Tage vergangen. Er hatte es genossen sie kennen zu lernen und sich mit ihr zu unterhalten. Fenris wollte ihr und den Frauen helfen und hatte sich einige Namen gemerkt, die nach und nach von seinen Leuten ergriffen wurden, sodass auch seine Leute dieses Bordell bald hochgehen lassen würden... denn das was seine heimliche Liebe ihm offenbarte... verschlug ihn die Sprache...
Deshalb zögerte er nicht lange und machte sich etwas hübscher für sie und nicht so wie ein armer Knilch. Wie am ersten Tag zuvor zeigte er seine Münze und hatte ein Geldbeutel dabei, wobei er den riesigen Gentleman deutlich machte, mit der bestimmten Dame verkehren zu wollen.
"Sie ist nicht verfügbar." Fenris atmete tief durch, rückte seine Brille zurecht und hob noch einen zweiten Beutel heran.
"Guter Mann, ich würde mir wünschen, dass Sie die Grand Dame zu mich bitten, denn sicherlich kann ich durchaus mehr bezahlen, als jener Kunde der die Dame meines Begehrs besetzt."
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#2


Kiss of Freedom and Trust
   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Ed summte eines ihr unbekanntes Lied als er eine weitere Getränkebestellung abfertigte und seine Hände dabei so schnell und geschickt arbeiteten das der Blick auf Flaschen und Gläser fast verschwamm. Der kleine und schlanke Mann, dessen Haar ihm immer etwas in die Stirn fiel, war einer der wenigen Männlichen Angestellten in der Roten Mondfee und ebenso einer der wenigen Freundlichen Gesichter.
Ivoire bevorzugte seine Gesellschaft in den wenigen Augenblicken in denen sie etwas Zeit hatte um durchzuatmen, bevor sie sich den nächsten Kunden suchen musste. Ihre zwei Stammkunden hatte sie an diesem Abend bereits bedient und es ging mittlerweile bereits auf Mitternacht zu, ihre Arbeit wäre aber erst mit dem frühen Morgengrauen erledigt, dann wenn sich die Räumlichkeiten des Etablissement langsam leeren würde.
[i],,Hier Liebling!“
Eds warme Stimme riss sie aus ihren Gedanken und sie blickte zu dem grauhaarigen Mann der ihr ein Glas mit Wasser zuschob, sie Lächelte ihn dankbar an und schloss die Finger um das kühle Glas.
Für einen kleinen Augenblick genoss sie nur die Kühle des Getränks, als sie die Lippen um den Strohhalm schloss und einen Schluck davon ihre Kehle hinunterrann, ein kleiner Augenblick des Friedens, den nur für sie bestimmt war. Ihre blauen Augen wanderten über den dämmrigen Raum, über leicht bekleidete junge Frauen und die Männer die sich hier eingefunden hatten. Es waren viele Kunden hier also würde es ein guter Abend für die Grande Lady werden.
Ivoire strich sich eine blonde Strähne hinter das Ohr und spielte Gedankenverloren mit dem Strohhalm zwischen ihren Fingern. Es war ein Geräusch eines Umfallendes Stuhl den sie den Kopf drehen lies, sie runzelte die Stirn. Laute Geräusche vor allem wie das solche das erklang waren hier selten und somit war sie nicht die einzige die sich umgewandt hatte.
Ein Mann schob den Stuhl gerade wieder zurück an seinen Platz, ihre Augen wanderten über ihn und sie legte ein wenig den Kopf schief, sie hatte ihn hier noch nie gesehen.
,,Was für ein Idiot!“ hörte sie Ed murmeln doch sie schwieg darüber als ihre Blick über den Fremden geisterte und sich ihre Blicke trafen, braune Augen gruben sich in blaue und Ivoire spürte wie ihre Wangen sich röteten.
Er strich sich das Jackett seines dunklen Anzuges glatt und stieg dann die Stufen zum Hauptraum hinter, seine Brille saß etwas schief auf seiner Nase was sie ein Schmunzeln unterdrücken lies. Sie wand sich in einer eleganten Bewegung auf dem Hocker um als sie erkannte das er direkt auf sie zusteuerte, ein weiterer Kunde für diese Nacht, ein weiterer gut gefüllter Geldbeutel, der in die geheimen Truhen der Grande Lady fließen würde.[/i]

Das Schloss glitt mit einem leisen Klicken an seinen Platz, das Rascheln, als der Schweigezauber darüber glitt, drang kaum an Ivoires Ohren als sie den dunkelhaarigen Mann tiefer in das Zimmer zog.
Die Absätze ihrer Stöckelschuhe machten keinen Laut, auf dem dicken Teppich als sie stehen blieb und sich zu ihrem Gast umdrehte. Er sah ausgesprochen ansehnlich, in dem schwarzen Anzug mit den silbernen Stickereien am Revers aus, der sich an seine breiten Schultern und den muskulösen Brustkorb schmiegte. Obwohl ihr es aufgefallen war, waren dies Dinge die sie Tagtäglich sah. Keiner der Männer der sich hierher verirrte kam mit schäbiger Kleidung daher, keiner der nicht das nötige Kleingeld in seinem Geldbeutel hatte, würde diesen Ort je besuchen.
Sie war von so vielen Schönen Dingen umgeben das man meinen mochte das Ivoire nichts anderes mehr sehen wollte, doch sie hatte auf schmerzlichste Weise lernen müssen, das Schöne Dinge meist nutzlos und unbrauchbar waren, sich dahinter oftmals eine abstoßende Dunkelheit befand.
Im Zimmer war es angenehm warm, durch die beiden Fenster, die zur Straße hin ausgerichtet waren, drang Magisch erzeugtes Sonnenlicht herein und ließ in dem Raum den Eindruck erscheinen das Draußen Sommer herrschte.
Die Luft war frisch, wie nach einem Sommerlichen Regenschauer und lud fast dazu ein sich allein dem Arrangement im Zimmer hinzugeben, aber Ivoire wusste das keiner ihrer Kunden deswegen hier war. Sie waren wegen ihr] hier, wegen den Dingen die sie konnte, die sie verkaufte mit jedem Zentimeter ihres Körpers.
Sie schmiedete Träume, erschaffte sie mit ihren Lippen, ihren Fingern und der Art wie sie beim Lachen den Kopf ein wenig in den Nacken legte. Die meisten ihrer Kunden kamen genau deswegen oder aber weil sie in ihren Köpfen eine Fantasie mit sich trugen die sie nur hier ausleben konnten, hier verwirklichten konnten mit Frauen die immer schweigen würden.
Schweigende, wunderschöne und perfekte Puppen die für alles und diejenigen die es sich leisten konnte die perfekte Illusion boten.
Das Zimmer war geräumig, an ihrer rechten befand sich ein, in die Wand, eingelassener Kamin indem ein Feuer prasselte, davor befanden sich zwei Sessel und ein kleiner Beistelltisch in ihrer Mitte. Auf einem schmalen Beistelltisch befanden sich in glitzernden Karaffen erlesene Alkoholische Getränke die nur darauf warteten aus ihren Gefängnissen befreit zu werden.
Gegenüber des Kamins und der Sitzgelegenheiten stand ein dunkles Himmelbett mit seidenen Vorhängen, die aktuell an den geschnitzten Pfosten befestigt waren und somit den Blick auf die Satinlaken freigaben die im Magischen Licht das Rot fast wie Schwarz aussehen ließen.
Durch eine Versteckte Tür in einer Ecke gelangte man in ein kleines aber ausreichend ausgestattetes Badezimmer und mit einem Hebel, neben dem Bett konnte ein magisch verborgener Schrank geöffnet werden indem sich all das befand was ein Kunde sich wünschen konnte.

Schlanke Finger ergriffen das Revers des dunklen Anzuges und auf ihren Lippen erschien ein Lächeln das sie schon seit Jahren perfektioniert hatte. ,,Also …“ begann sie und biss sich lasziv auf ihre volle Unterlippe, ihre blauen Augen glitten über seine schlanke aber durchaus muskulöse Gestalt. ,, … was darf ich dir heute gutes tun? Ein Vögelchen zwitscherte mir das ich dir für den Rest der Nacht gehöre!“
Das Lächeln auf ihren Lippen erreichte ihre Augen nicht und doch würde es nur dem Aufmerksamen auffallen, denn alles an ihrer Körperhaltung sprach für Akzeptanz und Zuspruch.
Als sie ihn vor fast einer halben Stunde im Hauptraum erblickt hatte, in einem der Sessel sitzend und an einem Glas Feuerwhiskey nippend hatte sie sich wirklich über seine Anwesenheit gefreut. Die letzten drei Zusammentreffen mit ihm, hatte sie noch gut im Kopf, auch wenn sie diesen Mann kaum verstand und noch weniger seine Beweggründe. Er hatte nur reden wollen, nicht einmal Küsse oder etwas anderes, sondern sich mit ihr Unterhalten, eine Tatsache die sie in all den Jahren noch nie erlebt hatte. Gewiss kannte sie es von ihren Kunden, das die meisten ihr mehr erzählten als ihren eigenen Ehefrauen, jeder von ihnen wusste, dass keiner der Huren jemals ihren Mund öffnen würde außer dafür um einen Kunden zu gefallen.
In ihren Jahren bei der Grande Lady, hatte sie unendliche Geheimnisse erfahren und doch war nie eines davon über ihre Lippen gedrungen, keines davon würde es wahrscheinlich jemals.
Ivoire zog eine schmale Augenbraue in die Höhe und blickte ihren Gegenüber noch immer sanft lächelnd an, seine brauen Augen erinnerten sie an geröstete Mandeln die mit geschmolzenem Zucker übergossen wurden, sie mochte den Gedanken. ,,Steht dir wieder der Sinn nach reden oder darf es etwas … anderes sein?“ erkundigte sie sich und mit einer eleganten Bewegung trat sie einen Schritt von ihm zurück und ging zu den Karaffen hinüber.
Ihre Bewegungen waren fließend und lockend, das wiegen ihrer Hüften perfekt dosiert und sie konnten den Blick seiner Augen auf sich spüren was sie für einen kleinen Augenblick zum Schmunzeln brachte. Die Karaffe mit Feuerwhiskey klirrte leise als sie den Gläsernen Stöpsel herauszog und die Flüssigkeit dann in ein geschliffenes Kristallglas goss. Sie selbst würde nur wieder etwas von dem Fruchtsaft trinken der ebenfalls vorhanden war, ihr selbst war das Trinken von Alkohol verboten und sie hielt sich daran, an wie so viele Dinge.
Bereits bei dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Braunhaarigen Mann hatte sie erkannt das er es nicht gewohnt war von schönen Frauen umgeben zu sein, sie fand seine offenkundige Unsicherheit als reizend und erfrischend. Es waren Verhaltensweisen die sie in ihrem Leben nur selten zur Gesicht bekam und wenn dann waren sie kostbar, zu mindestens im Leben einer Prostituierten.
[Bild: ivoireavatarp4kkw.png]
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#3


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   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Es war schon das vierte Treffen zwischen ihnen gewesen und mit jeden Treffen verfiel er ihr immer mehr... er wollte ihr heraushelfen und nicht nur ihr, auch die anderen Frauen, die gegen ihren Willen festgehalten wurden.
"Setzen wir uns doch am Feuer." Sagte er freundlich lächelnd, nahm galant sanft ihre Hand und sie setzten sich am Kaminfeuer. Gerade heute, war er durchaus nervös... denn er hatte genügend Münzen gesammelt, dass gerade die unauffälligsten (und nahezu alle Verbrecher) Freier fehlten und sich 6 seiner Leute eingeschmuggelt hatten. Sie hatten schon ihre Positionen eingenommen, die übrigen, warteten nur auf sein Zeichen, dieses Bordell zu stürmen und die Frauen zu befreien. Sie würden jeden einzelnen richten der Grand Lady eingeschlossen. Fenris wollte, dass sein perfider Plan aufging, dass er sie und die Unschuldigen retteten. Zudem durfte er seine Tarnung nicht auffliegen lassen... er war immerhin der Kopf dieser kleinen Organisation...
"Ich hoffe... dass deine vorherigen Kunden dir kein Leid zugefügt haben." Entgegnete er freundlich und holte die Büchse hervor, die eine heilende Creme beinhielt. Bei seinem dritten Besuch hatte er ihr dadurch etwas helfen können und die Wut darüber dass sie so schrecklich misshandelt wurde, ließ ihn auch kein Stück schlafen... ja seit dem dritten Besuch hatte er akribisch daran gearbeitet so schnell wie möglich einen Weg zu finden sie da raus zu holen... und es hatte seine ganze geistige Verfassung abverlangt den perfekten Ausbruch dieses goldenen Käfigs zu ermöglichen. Vor allem Iviore zuliebe... auch wenn es vielleicht verrückt vorkam, er hatte sich in sie verliebt und das vom ersten Augenblick an. Alles an ihr war schön und nicht nur die äußerlichen Dinge - denn während sie sich unterhielten, als wären sie gute Freunde oder beinah jene, die sich trafen weil sie Interesse einander hatten, war gerade Ivores Wesen so zerbrechlich und sanftmütig, dass sein Herz stetig zu schmerzen begann, wenn er fort musste. Doch heute würde alles anders sein... heute konnte er es wagen und sich in seinem Recht erlauben ihr die Freiheit zu schenken, die ihr lange verwehrt blieb. Wenn er daran dachte, wie er anfänglich war, wie ein schüchterner kleiner Junge der weder Sex noch Küsse erfahren hatte und es auch stets ablehnte, dabei betonte, dass er sie sehr schön fand und doch sich mit einer guten Unterhaltung zufrieden gab, war er heute felsenfest entschlossen sie zu retten.
"Erzähle mir doch... etwas über deine Träume... ich höre dir gerne zu, das weißt du ja inzwischen." Gab er verlegen lächelnd von sich und strich mit dem Daumen sanft über ihre Handfläche. Er würde ihr niemals wehtun, niemals ihr Gewalt antun oder irgendetwas tun, was sie nicht wollte. Ja, das sagte er auch in der ersten Nacht ihrer Begegnung, denn es war ihn wichtig, dass sie sich sicher bei ihn fühlte und das... würde er ihr auch immer garantieren. Dass er sich verliebt hatte erwähnte er nicht, dafür fand er diesen Zeitpunkt nicht passend genug und sicherlich würde sie sich nicht mit jemanden einlassen, im realen Leben selbstverständlich, der nicht männlich genug war und keinerlei Erfahrungen in Sachen Liebesbeziehungen hatte. Doch für sie würde er es tun, für sie allein würde er sein letztes Hemd hergeben. Aber sicherlich wäre das zu naiv von ihm... sicherlich hatte Ivoire schon die eine oder andere Liebesbekennung von anderen Freiern erfahren…
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#4


Kiss of Freedom and Trust
   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


"Erzähle mir doch... etwas über deine Träume... ich höre dir gerne zu, das weißt du ja inzwischen." seine Frage ließ das Lächeln auf ihren Lippen ein wenig ins Stocken geraten, ihr schlanker Körper spannte sich an und sie entzog ihm ihre Hand. Ihr Blick richtete sich in die flackernden Flammen und ihre Lippen pressten sich zu einem schmalen Strich aufeinander als sie tief einatmete und die Augen schloss.
Ihre Träume, er wollte etwas über ihre Träume wissen, etwas davon hören, sie öffnete die Augen wieder und verschränkte die schlanken Hände in ihrem Schoß. Sie war darauf gedrillt worden jede noch so perverse Fantasie ihrer Kunden bereitwillig über sich ergehen zu lassen und am Ende noch zu Lächeln, bei alldem was sie hier jeden Tag tat, ging es nie um sie. Der Kunde stand im Vordergrund, jede einzelne Minuten lang und sie war nur die hübsche Puppe die zur Verfügung dafür stand, nicht dafür da persönliche Details aus ihren Leben oder gar Gefühle oder Gedanken zu äußern die nicht zu ihrer Arbeit gehörten.
Träume waren eine gefährliche Sache, eine dieser Dinge die ihr vor langer Zeit genommen worden waren auch wenn sie einige noch immer hegte, so tief in ihrer Seele das sie manchmal vergaß das sie exzisierten.
,,Warum?“ Ivores stellte die Frage mit ruhiger und fester Stimme, einer Tonlage die nichts mit der Frau zu tun hatte die sich nach außen hin darstellte wenn sie ihre Maske aufsetzte. Ihr Blick hob sich und sie begegnete den brauen Augen von Fenris, ihre Lippen waren noch immer fest aufeinander gepresst ,,Warum willst du etwas darüber wissen, ich habe keine Träume, keine Vorstellen von meinem späteren Leben, diese Dinge sind schon lange verloren gegangen!“ fügte sie nach einem kleinen Augenblick hinzu und ein fast schon harter Ausdruck trat in ihre Augen. Ihr Herz klopfte heftig in ihrer Brust und ihre Hände waren fest in ihrem Schoß zusammengeschlossen, die Finger ineinander verknoten, so stark das ihre Fingerknöchel weiß hervortraten.
In ihrem Bauch bildete sich ein harter Knoten, der sich schmerzhaft zusammenzog als sie spürte wie ihre Kehle eng wurde, als er erneut das Wort ergriff, erneut sie aufforderte das er ihre Träume gerne erfahren würde. Ihre Wände gerieten mit jedem weiteren Herzschlag mehr ins wanken, ihre Wände und Mauern die sie in all den Jahren mühsam und sorgfältig aufgebaut hatte um sich zu schützen um das zu schützen was fast verschwunden war.
Ein Ziegelstein begann zu fallen und bald schlossen sich weitere an je länger sie in seine braunen Augen und die Sanftmut darin sah, sie biss sich auf die Unterlippe und ihre Zähen gruben sich in das verletzliche Fleisch bevor sie sich mit einem Ruck erhob.
Ihre Arme schlangen sich um ihren Oberkörper, der Stoff ihres fließenden Kleides fühlte sich kühl unter ihren Fingerspitzen an, der Stoff reichte ihr nicht einmal zur Mitte der Oberschenkel und gab somit ausreichend Blicke auf das frei was sie zu bieten hatte.
,,Du bist Grausam!“ flüsterte sie leise und wand ihm den Rücken zu, während sie mit brennenden Augen in die Scheiben des Fenster blickte, durch das der Anscheinen von Sonnenstrahlen fiel. Eine Illusion von vielen in diesem Gebäude, wo sie alle als solche verkehrten und sich verkauften für das wenige was sie von dem behalten durften was die Männer für ihre Dienste bezahlten.
Ihr Name der über seine Lippen drang, so sanft fast schon liebevoll klang er in ihren Ohren ließ sie die brennenden Augen schließen.
,,Du bist nicht besser als die Männer die mich schlagen und gefallen darin finden!“ sie wand sich mit einem Ruck um und begegnete seinem Blick, er sah erschrocken ja fast schon schockiert aus über ihre Worte. ,,Was willst du überhaupt von mir, du kommst hier her, mit netten Worten und noch netteren Gesten, bezahlst ein Halbes Vermögen für das beste Pferd im Stall und fickst es dann nicht einmal. Ich bin eine Hure wenn du es vergessen hast und nur dafür bin ich gut, also tue es endlich, bring es hinter dich und geh dann zurück in deine heile Welt!“ stieß sie aus, ihre Fingernägel gruben sich in die Haut ihrer Oberarme, hinterließen kleine, Halbmondförmige Spuren als sie die Hände von ihnen riss.
Ivore wusste das ihre Reaktion, ihr Verhalten unangenehme Konsequenzen haben könnten wenn er sich beschweren würde, aber sie glaubte in diesem Augenblick nicht das er es tun würde, der Ausdruck in seinen Augen als sie sprach sagte es ihr, die Art wie sich seine Kieferlinie anspannte. Dinge die sie in all den Jahren gelernt hatte zu lesen um zu überleben, sie konnte Menschen lesen wie ein offenes Buch, auch wenn sie bei diesem Mann bisher wahrhaftig Schwierigkeiten damit gehabt hatte.
Er erhob sich mit einer fließenden Bewegung und sie wich automatisch zurück, stolperte dabei fast über die hohen Absätze ihrer Schuhe, als sich diese in dem dicken Teppich verfingen, seine Hände waren es die sie vor ihrem Sturz bewahrten.
Der Griff um ihre Oberarme war fest aber nicht schmerzhaft, eine angenehme Wärme ging von seinen Handflächen aus aber das interessierte sie in diesem Augenblick nicht ,,Fass mich nicht an!“ zischte sie und versuchte sich aus seinem Griff zu lösen, aber es gelang ihr nicht.
,,Verschwinde!“ stieß sie hervor und bevor sie wirklich wusste was geschah, hob sie ihre Hand und holte aus. Der Schlag klang ungewohnt laut in ihren Ohren, schien sich dort fast einzubrennen als er durch das Zimmer drang. Ihr Herz setzte einen Schlag aus als ihr bewusst wurde was sie gerade getan hatte, sie lies ihren Arm fallen und blickte ihn mit großen Augen an. In all der Zeit hatte sie sich nie gewährt, nie protestiert und immer gelächelt und innerhalb von wenigen Wochen durchbrach ein Mann ihre Mauern als ob sie Sandstein wären.
,,Non!“ ein Hauchen mehr war es nicht das über ihre Lippen drang als sie ihn anstarrte, unfähig noch weitere Worte zu bilden oder gar noch zu reagieren. Mein Tod, es wird mein Tod sein ...
[Bild: ivoireavatarp4kkw.png]
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#5


Kiss of Freedom and Trust
   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Fenris wollte dieses schöne Geschöpf einfach nur näher kennenlernen.. wollte einfach nur hören was sie fühlte, was sie sich wünschte. Dann fragte sie, warum er es wissen wollte und er noch ahnungslos:
“Nun… ich bin lediglich neugierig…” Aber er bereute es sie gefragt zu haben.
Seine Augen wurden leicht traurig, als sie sich von ihm löste, sich erhob und er spürte, dass es eine Frage war, die ihn nicht zugestanden hätte.
“Bitte verzeih mir… ich… hätte das nicht fragen…” Doch wurde er unterbrochen und spürte wie die Stimme von Ivoire sich verhärtete und sie sich reinsteigerte. Er konnte es verstehen, denn diese Frauen, die hier festgehalten wurde, hatten alles an Dingen die sie vielleicht für ihre Arbeit geschenkt bekommen hatten. Dennoch in so vielen Jahren dieser schmutzigen und unwürdigen Knechtschaft hatten sie niemals wieder Freiheit gespürt… denn Magie war etwas künstliches, ein Hilfsmittel um das Leben zu erleichtern, aber nicht zureichend für das wahre, echte Leben. Er erhob sich, wollte sich erklären, es ihr sagen was in den nächsten Minuten geschehen würde. Doch beschimpfte sie ihn, wollte nicht zuhören.
“Ivoire ich bin in keiner Weise von diesen Männern… bitte hör mir zu…” Wollte er sie beruhigen und bemerkte dass sie nach hinten kippte und sich verletzt hätte, hätte er nicht beherzt sie vor einem Sturz bewahrt.
“Bitte höre mir zu Ivoire…” Versuchte er abermals doch wollte sie sich losreißen, stieß ihn schließlich zurück und das erste was er spürte war eine saftige Ohrfeige, wobei seine Brille wegflog und zu Boden landete. Er hörte ihren Schock auf Französisch und hatte natürlich angst vor der Konsequenz, Fenris Herz sprang in tausend teile, ging einfach wortlos und mit all seinen Mut zu ihr hin, legte sanft seine Hände auf ihre Wangen und ehe er selbst bemerkte was er tat, schenkte er seinen ersten Kuss der Dame seines Herzens. Er war so kurz und doch so schön, dass er am liebsten in Boden versinken würde. Doch blieb Fenris standhaft und löste sich von ihr mit leisen Worten und fließend in Französisch:
“Bitte vertraue mir… ich verspreche dir die Freiheit zu geben, dir ein Leben zurückzugeben…” Er ging einige Schritte zurück, nahm seine Brille und atmete tief durch. Dann ging er zur Büchse wo die Creme drin war und öffnete einen geheimen Deckel der Unterseite.
“Halte mich für verrückt, naiv oder beides… aber ich habe es mir die Aufgabe gemacht, Menschen wie dir zu helfen…” Sprach er weiter fließend französisch ohne sie anzusehen. Fenris war hochkonzentriert, denn jetzt würde es ernst sein. Er hatte sämtliche Alternativen ausgemalt… selbst wenn einer von ihnen entkommen würde, er wollte sie schützen. Deshalb atmete er tief durch, schmiss das rote Pulver ins Feuer, welches sofort eine blutrote Farbe annahm und er dann auf seine Uhr schaute.
“Wir haben eine Minute Zeit Ivoire… deshalb bitte ich dich, mir einfach zu vertrauen und fürchte dich nicht… ich werde dich in Sicherheit bringen… das schwöre ich.” Er kam zu ihr hin und reichte ihr eine unglaublich schöne Kette.
“Ich weiß… dass eure Armeifen verflucht sind… deshalb habe ich seit einer Woche für jeder von euch eine anfertigen lassen und diese mit mächtigen Schutzzauber belegt.” Er sah sie ernst an und schaute wieder auf die Uhr.
“Bitte Ivoire glaube mir… ich will dir nichts schlimmes, ich will dir die Freiheit schenken die du verdient hast… dir sämtliche Träume erfüllen…”
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#6


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   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Sie wollte schreien, ihn erneut schlagen aber all ihre Gedanken wurden mit einem Mal unendlich langsam als sie seine Hände an ihren Wangen spürte und seine Lippen auf den ihren. Es war ein kurzer Kuss, im Grunde nur ein aneinander streichen von Lippen aber es war wahrscheinlich der schönste den sie je erhalten hatte und sie hatte Tausende bekommen.
Sie blinzelte als er sich von ihr löste und ihre Blicke sich ineinander verfingen. Sie holte zitternd Atem, füllte ihre Lungen mit Luft und spürte wie ihre Augen zu brennen begannen. Tränen sammelten sich darin und doch rannen sie nicht über ihre Wangen, würden es wohl nie, nicht solange sie atmen würde.
Vertrauen, so ein kleines, ein so leicht gesagtes Wort das aber in ihrer Welt so viel mehr bedeutete, schwerer aufzuwiegen war als mit Galleonen oder Diamanten.
,,Du bist wahnsinnig!“ flüsterte die blondhaarige Frau leise, bemerkte kaum das sie in ihre Muttersprache wechselte. Ihre Augen schlossen sich bebend, eine Träne rann ihre blasse Wange hinab. Sie vernahm das Rauschen ihres Blutes das in ihren Ohren wieder halte und den Druck auf ihrem Brustkorb, als sie sich die Hand gegen ihr pochendes Herz presste und zurücktaumelte. ,,Vollkommen wahnsinnig …“ hauchte sie und schüttelte den Kopf als sie die Augen wieder öffnete und beobachtete was der Mann tat.
Sieben Jahre hatte sie Tag ein Tag aus ihre Beine für die Männer gespreizt und für die ein oder andere Frau, viele hatten ihr dabei ihre Liebe zu ihr gestanden und noch mehr hatten gesagt das sie sie freikaufen würden, aber keiner, wahrhaftig keiner hatte dies je getan. Sie war am Ende nur das eine was alle Mädchen hier waren, Puppen die niemand wirklich haben wollte, Zerbrochenes Porzellan das niemand mehr zusammenfügen konnte.
Sie zuckte zusammen als das Pulver in seiner Hand auf die Flammen des Kamin traf und dabei ein Zischendes Geräusch entstand, bevor die Flammen die Farbe wechselten und Blutroter Rauch in den Schornstein stieg.
,,Menschen wie mir …?!“ ihre Frage blieb unbeantwortet als er sich aufrichtete und sie ihn erneut anblickte, den Ausdruck in seinen Augen nicht deuten konnte als er in die Innentasche seines Jacketts griff.
Die Kette, feinste Handwerkskunst die das Licht der Magischen Kerzen auffing, fing ihren Blick sofort ein. Sie kannte sich mit Schmuck aus, es gab genügend Freier die ihr bereits etwas geschenkt hatten, die meisten Sachen behielt sie nicht, gab sie an die anderen Mädchen weiter oder verwendete sie als Bezahlung für die Dinge in der Roten Mondfee.
,,In Sicherheit … ich kenne dich nicht … ich …!“ begann sie, brach dann aber ab und schüttelte erneut vollkommen verwirrt den Kopf als er näher trat und dabei immer wieder einen Blick auf die Uhr warf die in seinem Jackett verborgen war.
“Bitte Ivoire glaube mir… ich will dir nichts schlimmes, ich will dir die Freiheit schenken die du verdient hast… dir sämtliche Träume erfüllen…”
Freiheit … Träume erfüllen ... hallte es in ihrem Verstand und sie lachte fast schon hysterisch auf und biss sich auf die Innenseite ihrer Wange, nur um sich zu vergewissern das dies alles kein böser Traum war.
Der Schmerz war scharf und das Blut was ihre Zunge benetzte, ebenso bitter wie Metallisch und es lies sie bewusst werden das dieser Augenblick wahrhaftig real war. Sie hob den Blick und sah in Fenris Gesicht, der Ausdruck in den braunen Augen und den angespannten Zügen schien wahrhaftig nur das beste zu wollen und doch zögerte sie. Zu lang war sie von seiner Art, von seinem Geschlecht misshandelt, geschlagen und gedemütigt worden. Die kleine Stimme in ihrem Kopf flüsterte ihr immer wieder zu das er sie nur für sich haben wollte um sie zu besitzen wie all die anderen vor ihm auch wenn es nur für eine Nacht gewesen war.
Ihre Hand zitterte als sie nach der Kette griff die in seiner Hand ruhte, das Silber fühlte sich kühl unter ihren Fingerspitzen an als sie die Hand darum schloss.
,,Leg sie um … bitte Ivoire, wir haben nicht mehr viel Zeit …!“ der Ton in seiner Stimme war drängend aber noch immer sanft, seine braunen Augen flehend als sie den Verschluss öffnete und ihn hinter ihrem Nacken schloss.
Das erste was sie spürte war ein warmes Gefühl an ihrem Handgelenk, wie warmes Wasser das über ihre Haut rann. Sie blickte auf das schmale Armband aus Silber das an ihrem Handgelenk ruhte und indem Runenzeichen eingelassen worden waren. Die Runen leuchteten hell auf, schienen regelrecht zu glühen bevor sie wieder zu normalen Silber wurden. Ivoire hob den Blick, sah Fenris an der sie vorsichtig anlächelte und schluckte.
,,Ich habe … ich habe noch einige Dinge, sie … sie sind im oberen Stockwerk …!“ erklärte sie stockend und als er nickte und ihr seine Hand hinhielt, zögerte sie keinen Augenblick als sie diese ergriff. Der Griff seiner Hand war warm und fest und mit einem Mal spürte sie ein Kribbeln in ihrem Bauch, ein Kribbeln das sie zuletzt gespürt hatte als sie Fünfzehn gewesen war und ihr Kopf noch voller Träume gesteckt hatte.
[Bild: ivoireavatarp4kkw.png]
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#7


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   Fenris Everglade   Ivoire
am 15.08.1998


Plötzlich ging alles ganz schnell, Fenris schloss die Augen für einen Moment und hörte die Schüsse, die fielen, ebenso einige Zauber, Schreie von Frauen… Er betete dass die Positionen der Zauberer richtig waren und die wirklich gefährlichen verzaubert hatte. Er hoffte, dass sein Plan aufging… und keiner von den Mädchen erwischt wurde. Aber auch dort hatte er vorgesorgt… Heiltränke und dergleichen waren vorrätig. Und nach nicht einmal einer Minute war alles vorbei. Jemand klopfte ein bestimmtes Zeichen und Fenris wusste, dass alle Frauen sicher waren, aber einer entkommen war. Fenris presste seine Zähne zusammen und ging zur Tür. Dann trat ein Mann mit einer Pestdoktorenmaske herein und Fenris hörte ihn zu, der ihn sehr leise zuflüsterte, dass die Grand Lady entkommen war, aber wenn sie Glück hatten sie verbluten würde.
“Ich verstehe… bringt die Frauen wie vorgesehen fort… ich werde mich mit Lady Ivoire nach Sardinien aufmachen… verteilt die Galeonen und sorgt dafür dass sie wirklich in Sicherheit sind. Ist dies erledigt setzt dieses Bordell in Brand.” Der Mann nickte, reichte Fenris seinen Zauberstab und den der Ivoire gehörte.
“Gut… 5 Tage Stille, ich werde euch kontaktieren.” Dann wandte er sich zu Ivoire um, lächelte sanft und kommentierte freundlich:
“Die Kette steht dir…” Er ging auf sie zu, nahm ihre Hand und mit einem geschmeidigen Zauber apparierte er mit ihr fort.
Als sie dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, befanden sie sich auf einen weißen Strand unter einem sternklaren Himmel. Die Sommerbrise wehte ihnen von Süden her entgegen und das Rauschen des Meeres erfüllte die Atmosphäre. Fenris atmete tief durch und schloss kurz die Augen. Er war froh dass er sein Versprechen halten konnte und ihr die Freiheit schenken konnte, die ihr so ewig verwehrt blieb. Sicherlich brauchte Ivoire einen Moment dies zu realisieren, dass er sein Versprechen erfüllt hatte.
“Habe keine Angst Ivoire… du bist sicher, sehr sicher sogar - wenn du die Kette ablegen musst, denke daran du hast nur eine Stunde Zeit diese wieder anzulegen, verliere sie diese niemals, bis ich einen Weg gefunden habe dich endgültig von diesem Armreif zu befreien.” Fenris lächelte und steckte seine Hände in die Hosentasche. Er nickte zu einem großen Herrenhaus, das einzige das hier stand. Es gehörte zu den Everglades und war mit mächtigen Schutzzaubern versehen, die schon seit Jahrhunderten bestanden.
“Ich hoffe… dass dir dieses bescheidene Anwesen zusagt… hier kannst du dich erst einmal ausruhen und dich frei bewegen… Ich werde dir auch nichts verheimlichen oder dich anlügen.” Fenris sah sie an und meinte lächelnd:
“Ich gebe dir all die Zeit die du brauchst und ich werde dir nichts verbieten, du allein darfst über dich selbst entscheiden, was du tun möchtest. Aber bitte komm mit ich zeige dir das Anwesen.” Er streckte seine Hand nach ihr aus und hoffte, dass sie diese annahm, denn er war durch und durch ein Ehrenmann… und wollte ihr zeigen, dass er es ernst meinte und jedes Wort wahr war. Und ja, er würde all ihre Fragen beantworten, sofern sie bereit dazu war…
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